Unterhalb des Beschäftigungswachstums zeigt ein neuer ADP-Bericht einen starken Rückgang im Büromarkt, insbesondere im Technologie- und Beratungssektor.

Michael Nagle/Bloomberg via Getty Images
Private Arbeitgeber haben im Dezember 41.000 Arbeitsplätze geschaffen, laut ADPs neuester Datenveröffentlichung am Mittwoch, ein bescheidener Aufschwung gegenüber den Verlusten im November. Aber unter dem Wachstum der Schlagzeile zeigte die Zusammensetzung der Einstellungen ein viel fragileres — und sogar erschreckendes — Bild der zugrunde liegenden Wirtschaft.
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Arbeitsplatzverluste waren stark konzentriert in Sektoren, die eng mit dem Geschäftsklima und Unternehmensinvestitionen verbunden sind. Die Berufs- und Unternehmensdienstleistungen verloren 29.000 Arbeitsplätze, während die Informationsdienste 12.000 verloren, was den gesamten Nettozuwachs alleine zunichtemachte. Auch die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ging zurück.
Diese Rückgänge wurden durch Zuwächse ausgeglichen in den Bereichen Bildung und Gesundheitsdienstleistungen, Freizeit und Gastgewerbe — Sektoren, die im Allgemeinen viel stärker von Konjunkturzyklen abgeschirmt sind, da die Nachfrage relativ stabil bleibt, unabhängig von den Wachstumsbedingungen.
Mit anderen Worten, die Einstellungen verschwanden nicht. Aber sie sahen nur in Bereichen stark aus, die von Notwendigkeit und unelastischer Nachfrage getrieben werden, anstatt von echtem Wirtschaftswachstum.
Die Beschäftigung an der Westküste ging merklich zurück, insbesondere im pazifischen Raum — denken Sie an Kalifornien, Oregon und Washington State mit ihren technikorientierten Städten. Das ist ein weiteres starkes Signal für einen anhaltenden Rückzug in den technologie-, beratungs- und medienintensiven Arbeitsmärkten.
Arbeitgeberverhalten bot ebenfalls einen Hinweis. Große Unternehmen fügten im Dezember nur 2.000 Arbeitsplätze hinzu, während kleine und mittlere Unternehmen im Wesentlichen das gesamte Netto-Wachstum ausmachten, was darauf hindeutet, dass die Unternehmenswelt vorsichtig handelt, egal wie stabil die Überschriften erscheinen mögen. Das sind keine guten Nachrichten für Arbeitssuchende im weißen Kragen oder für aktuelle Mitarbeiter.
„Kleine Betriebe erholten sich von den Arbeitsplatzverlusten im November mit positiven Einstellungszahlen zum Jahresende, selbst als große Arbeitgeber sich zurückzogen“, sagte Nela Richardson, Chefökonomin von ADP.
Das Scharfe Divergenz in den ADP-Daten echoiert die Warnung von Federal Reserve Vorsitzendem Jerome Powell letzten Monat, dass die offiziellen Einstellungsdaten die Schaffung von Arbeitsplätzen insgesamt überschätzen könnten — was die Möglichkeit aufwirft, dass das, was als bescheidenes Wachstum erscheint, in Wirklichkeit eher eine stille Kontraktion ist.
Für Investoren stärkt der Bericht wahrscheinlich die Argumentation dass sich der Arbeitsmarkt in einer Weise verhält, die dazu führen könnte künftige Zinssenkungen der Fed. Tatsächlich scheint es am Mittwochmorgen hinzuzufügen zunehmende Beweise dass offizielle Daten eine ernsthafte sektorale Verlangsamung einholen – eine, die viele Arbeitnehmer, insbesondere in "Wissensökonomie"-Berufen, schon seit einiger Zeit erleben.