Daland Corporation, ein Pizza Hut-Franchiseunternehmen mit Sitz in Kansas, hat 38 seiner 93 Standorte in Retro-"Pizza Hut Classic"-Restaurants umgewandelt, die nach dem Dine-in-Format der Kette aus den 1980er und 1990er Jahren modelliert sind, laut Inc.
Jeder umgebaute Standort wurde mit zeitgemäßen Details ausgestattet: Tiffany-Stil Bleiglas-Deckenleuchten, karierte Plastiktischdecken, rote Vinyl-Sitzbänke und eine Salatbar, wie sie einst die Speisesäle der Kette definierten. Die Standorte zeigen auch Materialien für das langjährige "Book It"-Programm, durch das Pizza Hut Studenten eine kostenlose persönliche Pan Pizza für das Erreichen eines monatlichen Lesesziels gibt - eine Werbeaktion, die auch heute noch aktiv ist.
Tim Sparks, der Präsident der Daland Corporation, leitet die Bemühungen. Laut Inc reicht seine Geschichte mit der Marke bis 1983 zurück, als er einen Job als Geschirrwäscher in einem der Restaurants annahm und sich schließlich bis zu einer Managementposition hocharbeitete. Das Classic-Format ist sein Versuch, das wiederherzustellen, was er als die Kernidentität der Kette ansieht: ein Sit-down-Dining-Erlebnis, das Pizza Hut von auf Abholung und Lieferung fokussierten Wettbewerbern unterscheidet.
Unter den umgebauten Standorten befindet sich auch ein Standort in Tunkhannock, Pennsylvania, wo die Innenrenovierung vollständig verwirklicht ist - bis hin zur Salatbar, die in den meisten Pizza Huts längst verschwunden ist.
Pizza Hut war die schwächste Marke im Portfolio von Yum Brands $YUM. Die Kette US-Gleichverkaufszahlen sanken im letzten Quartal um 4%, mit weltweit stagnierenden gleichen Filialumsätzen und einem um 14 % gesunkenen Betriebsgewinn. Yum Brands erklärte Anfang dieses Jahres, dass es strategische Optionen für die Kette prüfen werde, und hat seitdem etwa 37 Millionen US-Dollar an Aufwendungen im Zusammenhang mit dieser Überprüfung verzeichnet. Apollo Global Management und Sycamore Partners gehören zu den Private-Equity-Firmen, die laut CNBC als potenzielle Käufer in Frage kommen.
Daland's Vorstoß in Richtung eines Comebacks des Essens im Restaurant steht im Gegensatz zu einem breiteren Branchenwandel hin zu Lieferung und app-basierter Bestellung. Ob das nostalgiegetriebene Modell Kunden im großen Maßstab anziehen kann, bleibt abzuwarten, aber der Franchisenehmer hat sich bereits verpflichtet, das Format über mehr als ein Drittel seiner Standorte hinweg umzusetzen.
