US-Aktien-Futures zeigten am Donnerstagmorgen in unterschiedliche Richtungen, wobei Chip-Aktien den Nasdaq $NDAQ nach unten zogen, während ein starker Gewinnbericht von UnitedHealth $UNH den Dow anhob.
Nasdaq 100 Futures fielen um 0,7 % und S&P 500 Futures gaben um 0,2 % nach. Dow Futures stiegen um etwa 145 Punkte oder 0,3 %, da UnitedHealth-Aktien nach einem besser als erwarteten Gewinnbericht um 4 % stiegen.
Chip-Aktien gehörten zu den am stärksten betroffenen Sektoren. Der VanEck Semiconductor ETF gab um 2,2 % nach, Arm Holdings um 4 % und Taiwan Semiconductor um 3,9 %. Der Verkauf setzte sich laut CNBCfort: ST Microelectronics zog sich um 3 % zurück, das niederländische Unternehmen ASMI verlor fast 2,9 % und die deutschen Infineon Technologies sanken um 2,8 %.
Der Druck der Sitzung entstand in Asien, wo SK Hynix in Seoul um 11 % einbrach und der breitere Kospi laut The Wall Street Journalüber 6 % abstürzte. Das fünfte Quartal in Folge mit Rekordergebnissen von Taiwan Semiconductor bot wenig Trost für einen Sektor, der sich bereits im Rückzug befindet. Sandisk, Western Digital $WDC und Micron $MU gehörten vor der Eröffnungsglocke laut The Wall Street Journal zu den größten Verlierern.
Der Druck vor dem Markt am Donnerstag kam, nachdem die Aktien am Mittwoch insgesamt gestiegen waren. Ein US-amerikanischer Erzeugerpreisindex-Bericht, der unter den Prognosen lag, weckte Hoffnungen, dass die Inflation zurückgeht, und besser als erwartete Ergebnisse großer Banken gaben den Investoren weiteres Vertrauen in Unternehmensgewinne. Sinkende Renditen von Staatsanleihen machten wachstumsorientierte Aktien, insbesondere im Technologiesektor, attraktiver.
Der Donnerstag bringt zusätzliche Daten und Unternehmenszahlen. Einzelhandelsumsätze und wöchentliche Arbeitslosenanträge werden um 8:30 Uhr ET erwartet. Auch U.S. Bancorp $USB steht vor Börsenöffnung im Gewinnkalender, während Netflix $NFLX nach Börsenschluss berichten wird.
Die zentrale Frage für die Märkte bleibt, ob das wirtschaftliche Momentum ausreichend abnimmt, um die Inflation zu dämpfen, ohne die Wirtschaft in eine stärkere Kontraktion zu treiben. Michael Kantrowitz, Chef-Anlagestratege und Leiter der Portfoliostrategie bei Piper Sandler, sagte bei CNBCs "Closing Bell: Overtime", dass unveränderte oder fallende Zinsen eine Voraussetzung für eine breitere Marktrallye seien. "Damit sich der Markt verbreitert, glaube ich ganz klar, dass die Zinsen entweder seitwärts verlaufen oder sinken müssen", sagte Kantrowitz.
Die Ölpreise blieben relativ stabil, wobei Brent-Rohöl bei 84,60 USD pro Barrel lag, ein Rückgang von 0,4 %.
