Herkömmliche chemische Antriebssysteme nutzen eine chemische Reaktion, an der ein leichter Treibstoff, beispielsweise Wasserstoff, und ein Oxidationsmittel beteiligt sind. Beim Mischen entzünden sich die beiden, wodurch der Treibstoff sehr schnell aus der Düse austritt und die Rakete antreibt.
Diese Systeme benötigen keinerlei Zündsystem und sind daher zuverlässig. Allerdings müssen diese Raketen Sauerstoff in den Weltraum mitführen, was sie beschweren kann. Anders als chemische Antriebssysteme nutzen nuklearthermische Antriebssysteme Kernspaltungsreaktionen, um den Treibstoff zu erhitzen, der dann aus der Düse ausgestoßen wird, um die Antriebskraft bzw. den Schub zu erzeugen.
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Bei einem nuklearen Antrieb würde der Treibstoff sehr schnell aus der Düse des Triebwerks ausgestoßen, wodurch ein hoher Schub erzeugt würde. Dieser hohe Schub ermöglicht es der Rakete, schneller zu beschleunigen.
Diese Systeme verfügen zudem über einen hohen spezifischen Impuls. Der spezifische Impuls gibt an, wie effizient der Treibstoff zur Schuberzeugung genutzt wird. Nuklearthermische Antriebssysteme verfügen über einen etwa doppelt so hohen spezifischen Impuls wie chemische Raketen, was bedeutet, dass sie die Reisezeit um den Faktor 2 verkürzen könnten.
Kotljars Vorschlag ist im Moment genau das – ein Vorschlag, der Früchte tragen kann, vielleicht aber auch nicht. Sollte dies jedoch der Fall sein, wird er seine ganze Zeit brauchen. Selbst Modelle für nukleare Antriebe im Weltraum befinden sich noch in der Anfangsphase, ganz zu schweigen von tatsächlichen Tests im Maßstab oder der Produktion von Triebwerken in Originalgröße.