Die Aktien von Nvidia $NVDA haben über Monate in einer engen Handelsspanne verharrt, obwohl die globalen Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz weiterhin Rekordniveaus erreichen.
Nach einem Rekordjahr 2025 stagnieren die Aktien des Chipherstellers, obwohl die weltweiten Investitionen in KI-Infrastruktur weiter steigen.

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Die Aktien von Nvidia $NVDA haben über Monate in einer engen Handelsspanne verharrt, obwohl die globalen Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz weiterhin Rekordniveaus erreichen.
Nachdem sie Ende 2025 Rekordhöhen erreicht hatten, fielen die Aktien des Chipherstellers am Freitagmorgen um fast 2 % und rundeten ein verhaltenes Halbjahr ab. Nvidias Aktien stiegen seit August um knapp 2 % und übertrafen kaum die breiteren Marktindizes. Zum Vergleich: Die Chiphersteller TSMC $TSM und AMD $AMD notieren im gleichen Zeitraum um rund 52 % bzw. 12 % höher.
Es wird erwartet, dass große Technologieunternehmen wie Meta $META Platforms, Alphabet $GOOGL, Microsoft $MSFT und Amazon $AMZN im Jahr 2026 mehr als 600 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben, was eine Fortsetzung eines mehrjährigen Anstiegs der Unternehmensinvestitionen in maschinelles Lernen und Rechenzentren darstellt, berichtete Bloomberg am Freitag.
Analysten sagen, dass die Diskrepanz eine breitere Neuausrichtung unter den Investoren widerspiegelt, wie viel zukünftige KI-Ausgaben in Aktien eingepreist werden sollten, selbst für Unternehmen, die im Zentrum des Booms stehen.
„Es gibt möglicherweise wachsende Bedenken, dass die letztendlichen Einnahmen aus KI einfach nicht mit den angekündigten Investitionen in Betriebsausgaben Schritt halten werden“, sagte JoAnne Feeney von Advisors Capital Management. Bloomberg.
Trotz einer starken Nachfrage nach Nvidias Chips – und Umsatzprognosen, die weit über denen der meisten Konkurrenten liegen – sind die Bewertungsmultiplikatoren gesunken. Nvidia wird jetzt mit dem etwa 24-fachen des prognostizierten Gewinns gehandelt, was ungefähr dem Nasdaq $NDAQ-100 entspricht und nur leicht über dem S&P 500 liegt – ein historischer Rabatt für wachstumsstarke KI-Aktien.
Investoren warten auf neue Gewinnprognosen, um die Pattsituation zu durchbrechen. Nvidias nächster Quartalsbericht, der nach Börsenschluss am 25. Februar erwartet wird, wird allgemein als entscheidender Katalysator angesehen, der darüber entscheiden könnte, ob die Aktie aus ihrer Spanne ausbricht oder stecken bleibt.
Marktbeobachter verweisen auf mehrere Faktoren hinter der Stagnation.
Nach Jahren beschleunigter Investitionen warnen Analysten, dass das Wachstum der Ausgaben für Technologieinfrastruktur abkühlen könnte, was das Tempo der Bestellungen für Rechenzentrums-Chips reduzieren könnte.
„Das Wachstum der Investitionen wird sich wahrscheinlich von diesen Niveaus aus mäßigen, was die Wahrnehmung der Investoren gegenüber denjenigen, die ausgeben, verbessern könnte, aber ein potenzieller Nachteil für einige Unternehmen in der unteren Schicht ist“, schrieben UBS-Analysten in einer Mitteilung vom 10. Februar.
Bereits im November hatte der Stifel-Analyst Ruben Roy etwas Ähnliches angedeutet und davor gewarnt, dass anhaltende Investitionsausgaben Sorgen Nvidias Leistung belasten könnten.
„Die Sorge, dass das Wachstum der KI-Infrastrukturausgaben nicht nachhaltig ist, wird wahrscheinlich nicht nachlassen“, sagte er gegenüber Reuters.
Einige Investoren befürchten auch, dass die massiven Beträge, die in die KI fließen, langsamer als erwartet Renditen bringen könnten, insbesondere wenn Unternehmen teure Einrichtungen und Energieinfrastruktur aufbauen. Außerdem heizt sich der Wettbewerb in der Chipproduktion auf: Googles TPU-Teams und Startups, die KI-Prozessoren entwickeln, schaffen Alternativen zu Nvidias dominanten GPUs und erhöhen den Druck auf die langfristigen Erwartungen, berichtete Barron's am Freitag.
Dennoch bleiben viele Wall-Street-Strategen hinsichtlich Nvidias Position im Sektor optimistisch. Bullische Prognosen argumentieren, dass starke Fundamentaldaten – einschließlich eines hohen Umsatzwachstums und der fest verankerten Rolle des Unternehmens als Lieferant der Rückgratinfrastruktur großangelegter KI-Systeme – Geduld rechtfertigen.
„Angesichts der mäßigen Aktienperformance, der nach wie vor optimistischen Signale aus der Lieferkette und eines Management-Teams, das frustriert über die vorherrschenden Zweifel an Wachstum und Margennachhaltigkeit zu sein scheint, wirkt das Gewinn-Szenario hier positiv – insbesondere, da wir uns auf die GTC im nächsten Monat zubewegen“, sagte der UBS-Analyst Timothy Arcuri in einer Mitteilung am Mittwoch, der kürzlich eine Kaufempfehlung bekräftigte und sein Kursziel für Nvidia anhob.
Da die Ausgaben für KI auf dem Weg sind, ein bestimmendes Element der globalen Technologiestategie zu bleiben, stellt sich für die Märkte nun die Frage, ob der Aktienkurs von Nvidia endlich mit seiner Erzählung aufholen wird – oder ob Investoren einfach höhere Anforderungen an den Nachweis profitabler Renditen stellen.
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