OpenAI und Anthropic erreichten im zweiten Quartal 2026 jeweils Rekordausgaben für Lobbyarbeit auf Bundesebene, wobei die beiden Unternehmen zusammen 3,17 Millionen Dollar von April bis Juni ausgaben, so CNBC.
Anthropics vierteljährliche Kosten beliefen sich auf 1,97 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 26 % gegenüber dem ersten Quartal entspricht, während OpenAI 1,2 Millionen Dollar verzeichnete, etwa 18 % mehr als im vorangegangenen Quartal, so CNBC. Damit lagen die kombinierten Ausgaben der beiden Unternehmen im Jahresvergleich etwa doppelt so hoch wie das, was jedes im gleichen Zeitraum 2025 ausgegeben hatte.
Zusammen genommen, bringen Anthropics Einreichungen für das erste und zweite Quartal 2026 die Halbjahresgesamtzahl auf über 3,5 Millionen Dollar — eine Zahl, die bereits die 3,1 Millionen Dollar übersteigt, die für das gesamte Jahr 2025 gemeldet wurden, laut Bloomberg Government. Ihre Einreichungen nannten Politikbereiche wie Cybersicherheit, Urheberrecht, Cloud-Computing und Verteidigungsbeschaffung unter den Themen, die sie zu beeinflussen suchten.
Die Ausgaben bringen Anthropic und OpenAI in einen engeren Wettbewerb mit den etablierten Unternehmenslobby-Operationen in Washington. Anthropics Einnahmen übertrafen Nvidia $NVDA und erreichten fast Oracles Marke von 2 Millionen Dollar, während OpenAI knapp unter Nvidias 1,25 Millionen Dollar lag.
Die beiden Unternehmen geben zu einem Zeitpunkt aus, an dem die KI-Branche in Washington verstärkt unter die Lupe genommen wird. Politiker sind dabei abzuwägen, wie weit sie gehen sollen, um die sich schnell entwickelnde Technologie zu regulieren, mit Vorschlägen, die von freiwilligen Einhaltungsrahmen bis hin zu teilweiser staatlicher Beteiligung an KI-Unternehmen reichen. Die KI-Branche hat sich zudem verpflichtet, mindestens 265 Millionen Dollar durch Super-PACs bereitzustellen, um das regulatorische Umfeld vor den Zwischenwahlen zu beeinflussen.
Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung, in der er Technologieunternehmen aufforderte, der US-Regierung eine freiwillige 30-tägige Überprüfungsfrist für KI-Modelle vor der öffentlichen Freigabe zu gewähren. Kritiker, darunter der Abgeordnete Don Beyer aus Virginia, Co-Vorsitzender der Kongress-KI-Gruppe, bezeichneten die Verordnung als unzureichend und sagten, sie „spiegelt das breitere Muster der Trump-Administration wider, eine Wildwest-Umgebung für die KI-Entwicklung zu schaffen.“
Ein umfassenderer Blick auf große Technologieunternehmen zeigt, dass Meta $META, Amazon $AMZN, Google $GOOGL, Microsoft $MSFT und Nvidia gemeinsam 21,25 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit auf Bundesebene im Quartal aufbrachten – eine Zahl, die im Vergleich zu Q1 nahezu stabil blieb. Meta führte die Liste mit 5,99 Millionen US-Dollar an, dicht gefolgt von Amazon mit 4,36 Millionen US-Dollar.
