Samsung hat keine Chipfabrik im Wert von 40 Milliarden Dollar in Texas gebaut, um sie leer stehen zu lassen. Jetzt gibt Elon Musk ihr etwas zu tun.
Samsung stieg aufgrund der Nachricht auf den höchsten Aktienkurs seit September, während Elon Musk sein Unternehmen weiterhin als großen Akteur im Bereich KI positionieren kann.

Kaylee Greenlee/Bloomberg via Getty Images
Samsung hat keine Chipfabrik im Wert von 40 Milliarden Dollar in Texas gebaut, um sie leer stehen zu lassen. Jetzt gibt Elon Musk ihr etwas zu tun.
Tesla $TSLA hat gerade einen 16,5 Milliarden Dollar schweren Mehrjahresvertrag mit Samsung unterzeichnet, um die kommenden AI6-Chips des Unternehmens herzustellen, die neueste Iteration des speziellen Siliziums, das Teslas Fahrzeuge, Roboter und KI-Infrastruktur antreibt. Der Vertrag läuft bis 2033 und macht Samsung zum Hauptgießereipartner für den AI6, wobei die Produktion in der Anlage des Elektronikunternehmens in Taylor, Texas, erfolgt.
Die Aktien reagierten schnell auf die Nachricht: Die Samsung-Aktien stiegen um rund 7 % und erreichten ihren höchsten Stand seit September, während Tesla im frühen Handel um etwa 1–2 % zulegte, da es Anzeichen dafür gibt, dass Musks hauseigenes KI-Imperium die Infrastruktur bekommt, die es benötigt, um über Autos hinauszugehen. Aber die Aktien des EV-Herstellers liegen immer noch über 15 % unter dem Jahrestief nach einem volatilen ersten Halbjahr (einschließlich eines schwierigen Berichts über das Ertrags der zweiten Quartal).
Musk kündigte den Deal am Wochenende auf X $TWTR an und bezog sich darauf als den Boden, nicht die Decke. „Die Zahl von 16,5 Milliarden Dollar ist lediglich die Grundnummer“, schrieber und fügte hinzu, dass der tatsächliche Output „wahrscheinlich um ein Vielfaches höher“ sein wird. Er sagte er „persönlich die Linie gehen wird, um das Tempo des Fortschritts zu beschleunigen“, scherzhaft über die Nähe des Werks zu seinem Zuhause in Austin sprechend. Diese Art von Sichtbarkeit – sowohl buchstäblich als auch strategisch – könnte Tesla einen Vorteil verschaffen, den es bei ausländischen Chipfabriken nicht hatte.
„Die strategische Bedeutung davon kann kaum überschätzt werden“, sagte Musk. schrieb. Und während sein Unternehmen weiterhin kämpft, braucht er das als gegeben..
Die Beziehung zwischen diesen beiden Unternehmen ist nicht neu. Tesla verwendet bereits Samsungs Silizium in seinen aktuellen Hardware-4-Systemen, die die aktuelle Version der Vollautonomen Fahrfähigkeiten (FSD) des EV-Herstellers antreiben. Aber Tesla verlegte die Produktion des AI5 zu TSMC $TSM (zunächst in Taiwan, aber bald in Arizona produziert werden). Dieses neue Abkommen zieht Samsung zurück ins Zentrum von Teslas KI-Roadmap und gibt ihm den Zuschlag für AI6 – ein Chip, der voraussichtlich um 2027 oder 2028 eingeführt wird.
Was Teslas Nachfrage antreibt, sind nicht nur Fahrzeuge. Die Chips des Unternehmens laufen über einen wachsenden Stapel von Produkten: FSD-Systeme, das kommende (aber verzögert)) Optimus Humanoid-Roboter und die KI-Trainingscluster des Unternehmens. Der Schritt positioniert das Unternehmen auch, um seine Abhängigkeit von Drittanbieter-Hardware von Nvidia $NVDA und AMD $AMD zu verringern, da Tesla weiterhin einen vertikal integrierten KI-Stack aufbaut. Das bedeutet mehr kundenspezifische Chips, mehr Foundry-Fläche und mehr Hebelwirkung gegenüber den Lieferanten. Samsung ist jetzt ein direkter Nutznießer.
Teslas breiterer Kontext schärft die Einsätze. Das Unternehmen ist frisch von seinen Q2-Ergebnissen, bei denen Musk vor turbulenten Quartalen warnte, aber die Investoren sind laserfokussiert auf die KI-geführten Ambitionen des Unternehmens – Robotaxis, Roboter und Dojo-gestützte Trainingszentren deuten alle auf einen größeren KI-Stack hin, der auf kundenspezifischen Chips läuft.
Der Schritt passt auch zu Musks — und Präsident Donald Trumps — breiterer „Onshoring“-Streak. Musk hat zunehmend die Produktion auf US-Boden verlagert, von Gigafactories bis hin zu Supercomputern. Mit Samsungs Fab nur eine kurze Fahrt von Teslas Gigafactory Texas entfernt nutzen ihm die Logistik – und die Optik –.
Für Samsung ist die Vereinbarung sowohl ein Durchbruch als auch ein Test. Sein Foundry-Geschäft in den USA hat es schwer, große Kunden zu gewinnen, trotz massiver Kapitalausgaben und einer Flut von Anreizen aus dem CHIPS Act der Biden-Regierung. Verzögerungen, Ertragsprobleme und der harte Wettbewerb von TSMC haben Samsungs Marktanteil auf nur 8 % der weltweiten Foundry-Einnahmen begrenzt. Tesla ist genau die Art von Kunde, die Samsung brauchte: tiefgreifende Taschen, lange Zeitpläne und ein Appetit auf modernste KI-Chips.
Dennoch könnte das Geschäft Samsungs Margen belasten, besonders wenn Tesla (wie einige Analysten zu glauben scheinen) günstige Preise gefordert hat, um die relative Unerfahrenheit der Foundry auszugleichen. Und während die A16-Produktion voraussichtlich bald hochgefahren wird, könnte Samsungs Fähigkeit, den Zeitplan einzuhalten und Chips im Maßstab von Tesla zu liefern, immer noch eine Herausforderung darstellen. Wenn Samsung jedoch liefern kann, könnte das Unternehmen mehr High-End-Kunden für seine US-Operationen gewinnen. Und wenn Teslas AI6-Rollout planmäßig verläuft, könnte der Deal einen Wendepunkt markieren, wie der Autohersteller seine KI-Zukunft kontrolliert – vom Chip bis zum Roboter bis zum Auto.
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