Der Versuch von Präsident Donald Trump, die US-Abhängigkeit von ausländischen Produkten zu verringern, verläuft nicht wie geplant.
Die USA führen weiterhin Geschäfte mit Firmen weltweit, trotz Trumps Bemühungen, das Land durch einen Zollangriff selbständiger zu machen.

President Donald Trump in the Oval Office (Will Oliver/EPA/Bloomberg via Getty Images)
Der Versuch von Präsident Donald Trump, die US-Abhängigkeit von ausländischen Produkten zu verringern, verläuft nicht wie geplant.
Neue Handelsdaten des Census Bureau, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Handelsdefizit im Dezember 70,3 Milliarden US-Dollar erreichte, was einem Anstieg von 33 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Scott Lincicome, ein Handelsexperte und Vizepräsident für allgemeine Wirtschaft am libertären Cato Institute, beobachtete in den sozialen Medien dass das inflationsbereinigte Handelsdefizit für Güter im letzten Jahr einen Rekord erreichte.
Die neuen Daten sind ein Zeichen dafür, dass die USA weiterhin mit Unternehmen in verschiedenen Sektoren weltweit Geschäfte machen, trotz Trumps Bemühungen, die USA durch einen Zollblitz, der den globalen Handel neu ordnet, autarker zu machen.
Ein Teil des Anstiegs des Handelsdefizits im Dezember wurde durch zusätzliche Importe von industriellen Gütern wie Rohöl, Kupfer und Gold verursacht.
Die Amerikaner haben typischerweise den Großteil ihrer Konsumgüter aus China gekauft, darunter Spielzeug, Kleidung, Computer und andere Waren, die mit niedrigen Arbeitskosten massenproduziert werden können.
Stattdessen kaufen Amerikaner jetzt mehr Waren aus Mexiko, Vietnam und anderen Handelspartnern, um die höheren zweistelligen Zölle auf Peking zu umgehen. Der gesamte Handel schwankte jedoch im letzten Jahr unberechenbar, wobei der Oktober das niedrigste Handelsdefizit aller Zeiten verzeichnete.
Ökonomen sind sich weitgehend einig, dass die Zölle die Kosten für Konsumgüter insgesamt erhöht haben und dass Amerikaner dafür bezahlen, nicht ausländische Unternehmen, wie Trump behauptet hat.
Die Federal Reserve Bank of New York bestätigte diese Schlussfolgerung mit einer kürzlich durchgeführten Studie, die am Mittwoch das Weiße Haus verärgerte. Kevin Hassett, ein führender Wirtschaftsberater von Trump, drängte darauf, dass die mit der Analyse verbundenen Forscher "diszipliniert" werden sollten.
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