Ein Geschäftsmodell, das Likes und Benachrichtigungen in Aktionärsrenditen verwandelt hat, wird von 12 Geschworenen seziert.
Meta $META-CEO Mark Zuckerberg wird am Mittwoch in einem bahnbrechenden Prozess zu sozialen Medien aussagen, und seine Zeugenaussage wird ein größeres Experiment verankern: Kann "Engagement" als Haftung umformuliert werden? Es ist eine Frage, die das Silicon Valley in den nächsten zehn Jahren begleiten könnte.
Der Fall in Los Angeles dreht sich um eine 20-jährige Klägerin, die als KGM identifiziert wird und sagt, dass sie als Kind angefangen habe, YouTube und Instagram zu nutzen und dass ihr zwanghaftes Verhalten ihre Depression und Selbstmordgedanken verschlimmert habe. Die Kläger argumentieren, dass die Entscheidungen der Plattform darauf ausgelegt waren, die verbrachte Zeit und die emotionale Intensität zu maximieren, und dass das vorhersehbare Nebenprodukt Schaden war. Und die Anwälte der Kläger werden auf das Produkt selbst hinweisen — den unendlichen Feed, die Empfehlungsmaschine, die Benachrichtigungen, die wie kleine Schläge auf die Schulter ankommen — und argumentieren, dass es nie um Verbindung ging. Es ging um Zwang.
TikTok und Snap $SNAP haben sich bereits außergerichtlich geeinigt, was Meta und YouTube als verbleibende Beklagte hinterlässt und dieses Gericht in einen Testfall für Tausende ähnlicher Ansprüche verwandelt, die in den Startlöchern stehen.
Meta und Google $GOOGL bestreiten die Vorwürfe und stützen sich stark auf eine vertraute Verteidigung: Die Wissenschaft ist chaotisch, psychische Gesundheit ist kompliziert, und ein schlechtes Ergebnis nach intensiver Nutzung ist kein Beweis für ein fehlerhaftes Produkt. Meta hat auch Sicherheitstools und elterliche Kontrollen hervorgehoben, während seine Anwälte argumentieren, dass die Probleme der Klägerin ihre Wurzeln in persönlichem Trauma und nicht in sozialen Medien haben.
Aber der rechtliche Schachzug, der das Silicon Valley wachsam hält, ist der Versuch, soziale Plattformen wie Konsumgüter mit fehlerhaftem Design zu behandeln, anstatt als Sprachplattformen, die vor Haftung für das, was Benutzer posten, geschützt sind. Die Kläger versuchen, durch Architektur zu gewinnen, nicht durch Inhalt — ein Argument, das darauf abzielt, den zuverlässigsten Schutz der Branche zu öffnen. Wenn eine Jury dieser Darstellung zustimmt, bewegt sich Geld über einen einzelnen Fall hinaus. Es verändert die Beweisaufnahme, es verändert die Vergleichsmathematik und es verändert, wie Führungskräfte über "Engagement" in Räumen sprechen, in denen Benutzerkennzahlen Gespräche beenden können.
Zuckerbergs Aussage wird voraussichtlich die Debatte aus der Abstraktion heraus und in die Führungsetage ziehen. Die Kläger wollen ihn schriftlich darüber, was Meta aus internen Untersuchungen zum Wohlbefinden von Jugendlichen wusste und wie diese Erkenntnisse gegen die in Engagement eingebauten Geschäftsinteressen abgewogen wurden. Die Verteidigung wird wollen, dass er wie ein CEO aussieht, der ein sich entwickelndes Produkt überwacht, nicht wie ein Architekt der Sucht.
Wie dem auch sei, dieser Prozess fühlt sich an wie eine Generalprobe für das nächste Jahrzehnt der Technologiehaftung. "Engagement" wurde immer als Metrik verkauft — neutral, verwaltend. Jetzt werden 12 Geschworene gebeten, es als etwas anderes zu sehen: eine Designentscheidung mit vorhersehbarem Schaden, gemessen in Minuten, optimiert in Experimenten und in großem Maßstab monetarisiert.
Das Silicon Valley hat ein Jahrzehnt damit verbracht, das Engagement zu verehren. Diese Woche darf eine Jury in Los Angeles entscheiden, ob diese Kennzahl eine Wachstumsstrategie ist oder eine Designentscheidung mit vorhersehbarem Schaden.
